|
Stadtterrasse Brünn
Gegenüber der Architekturfakultät, am Fluss Svratka, an einer Hauptaus- und Einfahrtsstraße in die Innenstadt Brünns gelegen, gliedert sich eine gründerzeitliche Blockstruktur an, die durch ihre niedrige und offene Bebauung an dieser Stelle ihrer Funktion als städtischer Block nicht gerecht wird. Somit stellt sich die Aufgabe die Straßenfront zu schließen, die Struktur zu stärken und eine sinnvolle Nutzung anzusiedeln, die durch ihre Lebendigkeit einen städtischen Charakter ausstrahlt. Diese Anforderung übernimmt ein studentisches Zentrum, das in vier Gebäuden Verwaltung, Wohn- und Freizeitnutzung vorsieht. Das stadtauswärts ansteigende Gelände wird durch eine Art Sockel nivelliert. An der höchsten Stelle des Sockels, dem Kreuzungspunkt der beiden Straßen, gliedert sich zum Einen die Einfahrt zur Parkebene, zum Anderen das Entre auf den ersten Hof der Stadtterrasse über eine großzügige Treppenanlage an. Hier befindet sich mit erhöhtem Blick auf den Fluss und die Fakultät eine Mensa, über der Verwaltungsräume und ein Tagungszentrum liegen. Der zweite Kubus, der durch seine schmale, längliche Form die Straßenfront schließt und so vor dem Straßenlärm schützt, fungiert als Ausstellungsgebäude für studentische Arbeiten. Das Café gegenüber der Mensa unterstützt den öffentlichen und kommunikativen Charakter des ersten Hofes. Über einige Stufen herab, aber auch über einen Seiteneingang von der Straßenseite, gelangt man auf den zweiten Hof. Von diesem ist im EG sowohl das Café, wie auch eine Bibliothek erschließbar. Über beiden befindet sich studentisches Wohnen, das sich jedoch durch unterschiedliche Strukturierung unterscheidet. Über der Bibliothek filtert ein Laubengang den Verkehrslärm; die Wohnungen orientieren sich zum grünen Blockinneren. Die Wohnungen über dem Café werden über einen zentralen Kern erschlossen. Ihre Balkone lassen sowohl Blicke auf die Grünflächen, wie auch auf die alte Klosteranlage zu.
|