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Schlossinsel Hamburg Harburg
Der Entwurf knüpft für ein neues belebtes Quartier am Wasser an. Dabei ist zunächst die Verknüpfung mit dem Harburger Zentrum entscheidend. Die Achse, die sich durch die Mitte, vorbei an der neuen Campus Anlage erstreckt, wird auf der Schlossinsel weitergeführt. Ein grüner Ring umgibt die Insel und versorgt das Bedürfnis nach Freizeit und Aktivität. Doch vor allem eine gitterartige Struktur, die sich an den zwei markanten Seiten der Schlossinsel angliedert, bildet den Rahmen für eine flexible, städtische Bespielung. Sie spannen durch ihre Positionierung einen großzügigen, trapezförmigen Raum auf, der als grüne Freifläche das Gelenk und die vermittelnde Funktion der beiden Raster bildet. Die Erschließung knüpft an diese Achse und an die bestehende Infrastruktur an und wird auf das nötigste reduziert.
Klare Gitternetzstrukturen bestimmen seit den Anfängen des Städtebaus das Erscheinungsbild unserer Städte. Geographisch und historisch universell ist es wohl das einzige Standartschema, das sich auf jedes Gelände, jede Nutzung und jeden Kulturkreis projizieren lässt. Eine geringe Höhenentwicklung zwischen vier und fünf Geschossen schafft eine ruhige Struktur, die dadurch eine Markanz im Bezug auf die gegenüberliegende Seite erhält und den städtischen Charakter der Schlossinsel hervorhebt. Der Eindruck einer dichten Bebauung wird außerdem durch Stege und Brücken verstärkt, die jeweils zwei Baukörper miteinander verbinden und so zu einer Einheit verschmelzen lassen.
Der grüne Ring, der sich wie ein Rahmen um die Schlossinsel legt und als Sport- und Freizeitpark gedacht ist, findet auf der Insel seinen Abschluss. Hier befindet sich eine Fußgängerbrücke, die die Grünflächen verbindet. Während der Sportpark das Ufer mit einem Weg säumt, wird auf der Schlossinsel die Wasserkante als Strand inszeniert. Eine üppige Liegewiese neigt sich zum Wasser und wird lediglich durch zwei Baumreihen zoniert, die die Flucht der Zeilenbebauung fortführen. |